Bauvorhaben und Naturschutz
Eine Checkliste
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4.4. Heublumen

Heublumen von Wiesen der Umgebung – also das Gemisch aus Blütenteilen, Samen, kleineren Stängelstücken, das sich bei der Lagerung des Heus am Boden sammelt – garantieren die Aus­bringung regionaltypischer Arten.
 
4.4.1. Wichtig ist gesondert gelagertes, artenreiches, qualitativ hochwertiges, nicht zu früh geschnittenes Heu. Heublumen sollten maximal zwei Jahre alt sein. Es ist insbesondere darauf zu achten, dass keine Problempflanzen mit ausgebracht werden (zB Wiesen­ampfer).
 
4.4.2. Das Material mitsamt den Halmen ausstreuen.
 
4.4.3. Die optimale Ansaatstärke beträgt etwa 250 g Heublumen pro m².
 
4.4.4. Keine Ausbringung bei starkem Wind.
 
4.4.5. Die Aussaat möglichst auf feuchtem Boden durchführen; bei Trockenheit die Fläche wäs­sern.
 
4.4.6. Eine recht aufwändige Alternative zu Heublumen ist die Samen­ge­win­nung auf geeigneten Spenderflächen. Hierzu existieren unterschiedliche manuelle und maschinelle Techniken. Die Zusammensetzung des Ernteguts hängt vom Zeitpunkt der Ernte, der Vege­tations­struk­tur und der Vorgehensweise ab. Zur Aufbewahrung muss das Material getrocknet werden, frisches Material ist nicht lagerfähig. Da die Vegetation nicht gemäht wird, sind mehrere Erntezeitpunkte möglich.
a) Seed-Stripper und Seed-Brusher: Samen werden ausgebürstet.
b) Vaccuum Harvester: Samen werden aufgesaugt.
c) Rechen: Vor allem für niederwüchsige Bestände geeignet.
d) Handaufsammeln: Bestimmte Arten werden gezielt gesammelt.


Vor-/Nachteile

+  regionale Herkunft

–  Problem der Verfügbarkeit
 
–  Artzusammensetzung nicht sicher vorhersagbar (eine repräsentative Artzusammensetzung kann nicht garantiert werden)
 
–  auf exponierten Standorten begleitende Erosionsschutzmaßnahmen notwendig


Fotos
 
Voraussetzung für eine Begrünung mit Heublumen ist getrennt gelagertes, hochwertiges Heu.


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